
Moabit und das Hansaviertel haben durch Krieg und politische Umbrüche tiefgreifende Veränderungen erfahren. Diese betreffen sowohl das Stadtbild als auch die soziale und demografische Struktur der Bevölkerung. Auf einem Rundgang begeben wir uns auf die Spur der wechselvollen Geschichte dieser beiden zentralen Berliner Stadtteile. Dabei begegnen wir den Lebensgeschichten jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die hier gelebt haben, ebenso wie Zeugnissen des preußischen Staates und der nationalsozialistischen Herrschaft.
Entlang unserer Route liegen Orte wie das Zellengefängnis, die Vermögensverwertungsstelle des Dritten Reiches, die Justizvollzugsanstalt Moabit, ehemalige Kasernen der Armee sowie verschiedene Begräbnisstätten.
Wir lernen zudem bekannte Persönlichkeiten kennen, die hier gewohnt oder gearbeitet haben oder durch Straßennamen geehrt werden – darunter Magnus Hirschfeld, Lesser Ury, Kurt Tucholsky, Max Reinhardt und Rabbiner Wilhelm Wolff.
In der Thomasiusstraße erinnern mehr als 100 Stolpersteine an die Schicksale jüdischer Nachbarinnen und Nachbarn. Einige dieser Biografien werden wir näher betrachten und dabei auch die bemerkenswerte Stolperstein-Initiative engagierter Bewohner:innen der Thomasiusstraße würdigen.
Treffpunkt: Hansabibliothek
Teilnahme
Freie Plätze: 25 / 35