Das Haus der Höschen: Talk, Präsentation & Lesung mit Olivia Seiling und Olga Hohmann

Das Haus der Höschen: Talk, Präsentation & Lesung mit Olivia Seiling und Olga Hohmann
Olivia Seiling

Wann

26. April 2026    
12:00 — 14:00

Veranstaltungstyp

  • Ausstellung
  • Gespräch
  • Lesung

Das „Haus der Höschen“ ist wieder zu Gast im Foyer der Hansabibliothek. Zum zweiten Mal heißt es „Vom Lesen in Höschen“. Anlässlich der offiziellen Eröffnung der Ausstellung möchten wir euch zu einer Matinee mit einer Lesung von Olga Hohmann sowie der Präsentation der ersten Publikation aus dem „Haus der Höschen“ einladen.

Das „Haus der Höschen“ ist ein Projekt der Künstlerin Olivia Wilhelmine Seiling.
Es umfasst mittlerweile über 1.700 kleine Papierunterhosen, die aus Kunstweltaltpapier gemacht sind. Und es wächst weiter.

„Das „Haus der Höschen“ befindet sich irgendwo im Bereich des Aller-Intimsten und des Aller-Öffentlichsten. Die Höschen-Institution relativiert in gewisser Weise diesen scheinbaren Gegensatz – und stellt ein widersprüchliches Verhältnis zur Frage nach Maßstab her. Vergrößerung und Verkleinerung, Verniedlichung und erschreckende Ernsthaftigkeit werden ununterscheidbar. Nichts ist ausformuliert, im Ganzen lesbar oder erkennbar – alles findet sich in der einen Form wieder, die eben einfach die der ganz profanen „Unterhose“ ist.“, schreibt Olga Hohmann.

Die Ausstellung ist vom 12. April 2026 bis zum 03. Mai 2026 in der Hansabibliothek zu sehen.

Olivia Wilhelmine Seiling (*1972 in NRW) studierte freie Kunst an der Kunstakademie in Münster und war Meisterschülerin des Bildhauers Joachim Bandau. In ihrer Arbeit fabriziert sie Kurzschlüsse und Hybridwesen. Sie zeichnet psychische und physische Zustände. Sie befragt die Warenwelt, liest der Esoterik aus der verschwitzten Hand und legt den Finger in die ausgewetzten Scharten der Hochkultur. Seilings Papierobjekte kombinieren formale Präzision und konzeptuelle Tiefe und stellen Fragen zur Rolle der Künstlerin und der Signifikanz von Kunst heute. Die Papierhöschen kommen in großen Schwärmen und bilden Kunstgeschichte und künstlerische Zeitgenossenschaft im guten, wie im zweifelnden Sinne ab. Es geht ein Rauschen durch den Feigenblätterwald. Panty Rhei!

Olga Hohmann schreibt Essays, Prosa-Miniaturen und mäandernde Texte, die zum Vorlesen gedacht sind. In einer fast musikalischen Form verbindet sie mehr oder weniger fiktive Erzählungen mit gefundenem Material, die sich zu einem rhythmischen Rauschen verbinden. Slogans, Aphorismen und Gedankenblitze werden dabei hierarchisch gleichwertig.
Zuletzt trat sie im Westfälischen Kunstverein Münster, dem Schinkel Pavillon Berlin, der Julia Stoschek Foundation Düsseldorf, dem Kunstverein München, in der Kunsthalle Düsseldorf, im Kunstverein Harburger Bahnhof, in der Deutschen Oper Berlin, im Roten Salon der Volksbühne Berlin, im Archivio Conz, im Kasseler Kunstverein, der Fondation Beyeler und im Rahmen von Texte zur Kunst im Silent Green Berlin auf.