
Führung mit Prof. Frank Schüler
Nördlich der Altonaer Straße: Vertikale Visionen der Moderne.
Wir vergleichen Typologien, Grundrisse und berühmte Entwürfe.
Im nördlichen Hansaviertel stehen die markantesten Gebäude der Interbau: die Punkt- und Scheibenhochhäuser international renommierter Architekt:innen. Hier wird die Idee der „aufgelockerten Stadt“ besonders sichtbar. Freistehende Baukörper ersetzen die geschlossene Straßenkante und schaffen neue Beziehungen zwischen Wohnen, Freiraum und Stadtlandschaft.
Wir untersuchen die unterschiedlichen Hochhaustypologien, vergleichen Grundrisse, Erschließungskonzepte und Wohnungszuschnitte und fragen, wie die Architekt:innen auf die Herausforderungen des modernen Wohnens reagierten. Zwischen gestalterischer Vielfalt und einem gemeinsamen städtebaulichen Raster wird deutlich, wie Architektur, Konstruktion und gesellschaftliche Leitbilder zusammenwirken.
Und ganz nebenbei klären wir, welcher später weltberühmte Revolutionär und Staatsmann sich einst bei der Maurermeisterwitwe Rauchfuß als Untermieter in der Klopstockstraße 22 vor Polizei und Spitzeln versteckte. Das Haus gehörte zu den wenigen Gebäuden des alten Hansaviertels, die Krieg und Bombennächte unbeschadet überstanden – nur um wenige Jahre später dem Neubau eines Interbau-Hochhauses zu weichen.
Treffpunkt: Hansabibliothek
Die Führung findet in Kooperation mit dem Bürgerverein Hansaviertel e. V. statt.